75 % der Befragten mit Diabetes haben keine BU — die ersten Ergebnisse unserer Umfrage

Wenn du Diabetes hast und schon einmal versucht hast, eine Berufs­unfähig­keits­versicherung abzuschließen, kennst du das Gefühl: Aufschläge von 150 bis 200 Prozent — oder gleich die Ablehnung.

Du bist nicht alleine damit. Wir bei Diabsurance haben eine Umfrage gestartet, um zu verstehen, welche Erfahrungen Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes mit der Berufsunfähigkeitsversicherung machen — und welche Erwartungen sie an eine fairere Lösung haben. Heute teilen wir die ersten Ergebnisse mit dir. (Stand: April 2026, 45 Teilnehmer:innen.)

Die BU ist wichtig — aber für die meisten unerreichbar

Berufsunfähigkeitsversicherungen zählen zu den drei wichtigsten Versicherungen, die Verbraucherschutzorganisationen empfehlen. Das spiegelt sich in unserer Umfrage:

  • 85 % der Teilnehmer:innen sagen: Eine BU-Absicherung ist (oder wäre) wichtig für sie.
  • 75 % haben aber keine BU — obwohl Versuche unternommen wurden, eine abzuschließen.

Von den 25 %, die eine BU haben:

  • nur 5 % haben sie nach der Diabetes-Diagnose abgeschlossen,
  • 14 % vor der Diabetes-Diagnose,
  • 7 % über Kollektivverträge oder Aktionen ohne Gesundheitsprüfung.

Mit anderen Worten: Wer als Mensch mit Diabetes nach der Diagnose eine BU-Versicherung sucht, schafft das in unserer Umfrage in nur fünf von hundert Fällen. Der Rest scheitert an Ablehnungen oder an Aufschlägen, die nicht mehr bezahlbar sind.

Warum das so ist — und warum es sich ändern lässt

Die meisten Versicherer rechnen Diabetes nach Tarifen, die noch aus einer Zeit stammen, in der CGM (kontinuierliche Glukosemessung) und AID (automatisierte Insulinabgabe) nicht verfügbar waren. Diese Technologien gibt es heute, viele von uns nutzen sie täglich, und sie verändern die Risikolage für gut eingestellte Diabetiker:innen grundlegend. Aktuelle Studien zeigen: Menschen mit Typ-1-Diabetes, die ihre Werte mit modernen Hilfsmitteln gut steuern, haben heute Lebenschancen nahe der Allgemeinbevölkerung.1

Das Problem ist also nicht die Medizin. Das Problem ist, dass die Tarife der Medizin um 10 bis 20 Jahre hinterherhinken.

90 % würden ihre CGM-Daten teilen — wenn die Versicherung dadurch fairer wird

Hier kommt der Teil der Umfrage, der uns am meisten Hoffnung gemacht hat:

  • Fast 90 % der Teilnehmer:innen wären bereit, einen auf CGM-Daten basierenden Risiko-Score berechnen zu lassen — vergleichbar mit den Telematik-Tarifen, die es im Kfz-Bereich schon lange gibt.

Das heißt: Die Bereitschaft ist da. Wer seinen Diabetes mit modernen Werkzeugen ernst nimmt, ist auch bereit, das objektiv belegen zu lassen — wenn das im Gegenzug zu fairen Bedingungen führt.

Wir bei Diabsurance arbeiten genau daran

Wir sind Versicherungsmakler und wir sind selbst Typ-1-Diabetiker. Wir wissen, wie sich diese Telefonate anfühlen. Wir entwickeln gerade einen CGM-basierten Risiko-Score, mit dem du als gut eingestellte Diabetikerin oder gut eingestellter Diabetiker eine fairere Prämie aushandeln kannst. Bis es so weit ist, helfen wir dir mit Wissen, Beratung und einer ehrlichen Einschätzung deiner aktuellen Optionen.

Du willst dabei bleiben?

Wir hängen gerade beim Diabeteskongress 2026 in Berlin am Stand und im Gespräch — wenn du da bist, sprich mit uns. Und wenn nicht: Schreib uns eine Mail, dann hörst du, sobald es konkrete Neuigkeiten gibt. (Unser Newsletter-Verteiler ist gerade in Arbeit; bis er steht, antworten wir persönlich.)

👉 Schreib uns: info@diabsurance.de
👉 Beim Kongress treffen

1 Quelle: Wei et al., European Heart Journal 2025 — bei Menschen mit Typ-1-Diabetes, die acht modifizierbare Risikofaktoren aktiv steuern. Dossier-Hintergrund auf Anfrage.

2 Quelle: Eigene Umfrage von Diabsurance, Stand April 2026, 45 Teilnehmer:innen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Ausführliche Auswertung in der Branchenpublikation AssCompact (April 2026): „BU und Diabetes — eine Nische mit hohem Marktpotenzial".

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